Eine wiederum äusserst spannende Woche.
Wo wir aufgehört haben, gings weiter. Die weitere Fahrausbildung stand an, die Prüfung für C1E, sowie viele andere Dinge. Am Dienstag ein weiterer Block Theorie und Sport für die Rekruten, ein Tag wo ich mich mal wieder zurücklehnen konnte.
Es wurde alles organisiert, die Verschiebungen waren von Gruppenführern geleitet, alles tip top.
Am Mittwochmorgen gings für meine dann in der Fahrausbildung mit Theorie weiter, Kartenlesen stand auf dem Programm, am Nachmittag musste dann der ganze Zug irgendwie zwischenbeschäftigt werden. Und was gibt es da besseres als mal ein wenig mit den Sturmgewehrlektionen zu beginnen. Schliesslich müssen die das auch können bis am Schluss.
Nachher dann gepackt, und uns noch ein wenig sportlich betätigt weil die Rekruten zu überstellig waren. Hat gut getan, und sie haben auch noch was schönes gesehen.
Als wir dann beim Nachtessen vorbeischauten durfte ich feststellen das für den ganzen Zug nicht gekocht wurde. Dafür war ich derjenige der gleich am Siedpunkt gewesen wäre. Der Fourier hatte glaub ich schlicht und einfach nicht darauf geachtet das wir am Abend des Mittwochs noch in Dailly essen. Also spontanaktion: Wir mussten uns essen besorgen und es irgendwie anders lösen. Gesagt getan, schliesslich und endlich ist es dann doch noch aufgegangen. Der Adujtant hatte dann aber doch nicht so freude, als ich ihm die ganze Sache aber erklären und auch aufzeigen konnte, dass es geordnet abgelaufen ist beruhigte sich die Sache wieder.
Am Donnerstag dann die erste Ausbildung auf den Fahrzeugen, am Nachmittag im gleichen Stil weiter mit der WPD, wobei sie dafür zuerst ausführlich Zeit hatten, später dann nur noch wenig (30min für ein Fahrzeug zu zweit), auch das muss gekonnt sein. Theorie über Fahrzeugfassung und nachher: Ausgang. Wow, sie hatten es sich verdient, gearbeitet wie die Tiere die ganze Woche, und immer diszipliniert geblieben. Leider bietet Villeneuve nicht so ein reichhaltiges Angebot an Ausgangmöglichkeiten, aber wenigstens wissen wir das jetzt.
Das ende der Woche war fast erreicht: Freitag. Fahrzeugfassung. Wir dachten, in Ordnung das Wetter dürfte ungefähr gleich bleiben wie Donnerstag, schön, teilweise bewölkt. Falsch gedacht. Es begann am morgen zu winden, und dann auch noch zu regnen. Zum Glück ordnete ich die entsprechenden Massnahmen an, und so konnten wir einigermassen trocken den morgen überstehen. Am Nachmittag die Fahrzeuge beschriften und die Parkordnung erstellen.
Als mir der Parkchef die Parkordnung auf einem Blatt Papier erklärt hat, sah die Sache viel enger aus. Aber in wirklichkeit hätten wir noch genügend Platz um eine Driftchallenge um die Fahrzeuge zu machen.
Als die Rekruten fertig waren kam ich aus dem staunen fast nicht mehr heraus: Die Parkordnung war perfekt erstellt worden, von Rekruten in der ersten Woche, die Fahrzeuge praktisch noch nie gefahren.
Das kann ja heiter werden.
Am Abend machten wir dann nochmal etwas formelle Ausbildung, und eine Zugsaussprache. Dabei kamen verschiedene Themen zur Sprache, nichts gravierendes, vor allem Informationen für die Rekruten. Ich will nicht das sich der Zug von uns Kadern irgendwie ‘verarscht’ fühlt oder ähnlich. Deshalb finde ich den Punkt mit Ihnen auch einmal auf einem anderen Niveau zu sprechen ganz wichtig. Matkontrolle und schlafen gehen. Das war der Freitag, zumindest fast. Irgendwann mitten in der Nacht erwachte ich weil es so hell wurde, dachte dann: Spinn ich jetzt oder was? Schon aufstehen, schaute auf die Uhr und drehte mich wieder weil es erst Mitternacht war.
Heute morgen um 0500 Tagwache und 0600 Appell, abtreten und um 1100 in St.Gallen. Cool.
Villeneuve hat halt auch seine guten Seiten.
Meld mi ab.









