Archive for the 'Militär' Category

Blattmann – Platt mann?

Ach, ich liebe es.

Ohne auch nur ein Wort fallen zu lassen konnte ich den Blogbeitrag vom letzten Donnerstag einfach so mal stehen lassen. ;) Die GSoA hat sich weder beschwert noch auf meinen Hinweis auf Ihrer Homepage reagiert. Naja, dann ist es halt an der Zeit wieder ein wenig zu lästern. Mach ich gerne, und das nächste Thema: Wie gegen höhere Stabsoffiziere der Schweizer Armee geschrieben wird, oder über Ihren Namen geschrieben wird.

Mit einem Uraltbild präsentiert die GSoA in dem Artikel: Da bist du platt Mann den Armeechef als Divisonär. Einen Grad unter seinem jetztigen (Korpskommandant). Ein besseres Bild konnten Sie wohl nicht finden. ;)

Wenn schon über jemanden geschrieben wird, dann bitte mit Anstand. Die GSoA hat es ja auch nicht gerne wenn man von Ihr als “bekannte politische Randgruppe” spricht.

Also meine Damen und Herren, behandeln Sie andere Staatsbürger der Schweiz so, wie Sie gerne selber behandelt werden möchten.

Die Schweiz mit einer Berufsarmee?

Ich finde die Ideen und Argumente einiger Schweizer Parteien und Gruppierung ziemlich witzig in letzter Zeit.

Seit es um die Abschaffung der Wehrpflicht geht (die GSoA hatte sowas lanciert) herrscht in der Schweiz das Chaos pur.

Warum?

Die Argumente sind immer die gleichen:

  • Wir könnten uns in einem Kriegsfall gar nicht verteidigen.
  • Die Armee kostet uns Milliarden

Find ich in Ordnung, hab ich auch nix dagegen.

Aber: Wenn man umdenken würde, und das muss man definitiv, wäre es vielleicht nicht sinnvoller es auch einmal von der anderen Seite zu sehen? Immer wird nur negativ darüber gesprochen das wir uns nicht verteidigen könnten. Klar, wenn alle so negativ denken. (Wir sprechen jetzt nicht von Mensch oder Mittel, sondern von reiner Motivation) dann scheint diese doch schon recht tief zu stehen wenn sich Rekruten in einer Schlange anstellen um an der Unterschriftensammlung der GSoA mitzumachen für Abschaffung der Wehrpflicht.

Wer das Gefühl hat, eine freiwillige Milizarmee könnte unserem Land noch helfen, oder etwas dafür tun hat sich geschnitten. Freiwilliger Zivildienst in dem dann am Schluss doch nichts getan wird während andere (namentlich Armeeangehörige) in anderen Gebieten sich abrackern für die Schweiz finde ich genauso unsinnig. (Entschuldigt bitte wenn ich keinen Verweis geben kann, ich hab gerade nicht im Kopf wo ich diesen Artikel gefunden habe.)

Klar war auch ich einmal angepisst als ich in die RS musste. Aber ich hab das beste daraus gemacht, und dabei sogar noch etwas gelernt. Wer weiteres darüber erfahren will soll sich doch bei mir melden oder ein wenig in meinem Blog stöbern. ;) Und klar war auch ich immer wieder von Situationen angepisst die ich gar nicht gebrauchen konnte. Beispielsweise mitten in der Nacht geweckt zu werden um irgendwelche sinn freie Übungen zu absolvieren, aber es hat am Schluss doch Spass gemacht. Und darum mache ich es auch gerne.

Ich weiss ja nicht inwiefern und wie weit ich mich zum Fenster hinauslehne wenn ich sage das wenige die bei der GSoA Mitglied sind einmal in der Armee waren und wirklich etwas für unser Land getan haben. Wie man sieht: Einige Worte sind schnell niedergeschrieben und auch gesagt, aber das etwas getan werden muss und dies auch gemacht wird, dafür braucht es Jahre und sehr viel Energie. Und schliesslich und endlich kommt man dann trotzdem wieder vom Thema ab, genau so wie ich jetzt auch.

Zurück zum eigentlich Thema: Nämlich Kampfflieger und die Abschaffung der Wehrpflicht.

Unter den tollen Statements beim Thema Nein zu neuen Kampfjets habe ich eine Aussage ganz gut gefunden, nämlich diese vom Präsidenten und Nationalrat der Grünen Schweiz, dem Herrn Ueli Leuenberger der sagte:

Es ist Zeit in den Frieden zu investieren.

Intressant, gibt es doch das lateinische Sprichwort:

Si vis pacem, para bellum.

Was nichts anderes bedeutet als:

Wenn du Frieden willst, bereite dich zum Krieg.

Und damit ich nochmal etwas zitieren kann (ja ich weiss ich zitiere gerne… ;) ) folgender Satz von Tom Cassee, Sekretär der GSoA:

Es ist keine Bedrohungslage denkbar, die eine weitere Aufrüstung der Schweizer Luftwaffe rechtfertigt. Verhindern wir den Kauf neuer Kampfjets!

Nein, hier gibt es kein lateinische Sprichwort darauf, aber eine gute Antwort und Frage zugleich.

Wer sprach den von einer Aufrüstung? Die Tiger sind völlig überaltert und müssen zu viel gewartet werden, was ebenfalls viel Geld kostet. Also besser die Luftwaffe wieder flott machen und neue Kampfflieger kaufen. (Auch wenn wir seit gestern wissen das dies ja nicht vor 2015 kommen wird. ;) ) Und wenn wir noch etwas zum Thema Sicherheit dazu beitragen dürfen? Wie sicher ist die Schweiz ohne Kampfjets? Wer überwacht den Luftraum für uns wenn wir keine eigenen Kampfjets mehr haben?

So, und jetzt seid ihr an der Reihe was haltet ihr von der Initiative? Völliger Schwachsinn oder doch das beste was der Schweiz je passieren konnte?

Wie steht ihr zum Thema Kampfjets? Eure Meinung intressiert mich, kommentieren und Trackbacks sind erwünscht, die Diskussion ist eröffnet.

Ach so ja, und nur noch was am Rande, wenn man schon einmal einen Blog betreibt bei der GSoA, wäre es vielleicht auch sinnvoll Kommentare zuzulassen damit man auch was dazu schreiben kann. Ein Kontaktformular auszufüllen ist irgendwie umständlicher und erreicht sicher nicht die richtigen.

Und noch einmal eine Anmerkung: Der Link zum Blog 2lounge wo ich dieses Thema aufgegriffen hab.

Kosten einsparen?

Logisch, es geht wieder einmal um das gleiche Thema. Kosten sparen. Wo? Keine doofen Fragen wenn ich bitten darf, im Bereich Armee natürlich.

Da hört man in letzter Zeit ja die schönsten Geschichten in den verschiedensten Zeitungen.

Ich möchte hier jetzt nicht auf die Themen eingehen die immer wieder aufs neue hochgeschoben werden, vielmehr habe ich heute Abend, während der Heimreise in die schöne Ostschweiz (sorry für die Eigenwerbung… ;) ) ein kleines Gespräch zwischen zwei Personen aufgefasst.

Ich bin jetzt mal so frei und zitiere frei aus dem Gemüt heraus, und zwar ging es, wie lässt es der Titel auch nicht anders erraten, um das Thema Kosten sparen in der Armee.

Gemäss Aussage der ersten Person stelle es für Ihn kein Problem dar wenn die Schweiz eine Berufsarmee von ca. 20’000 aktiven Mitgliedern aller Ränge hätte. Und dann folgte der Hammer: Die ganzen Panzer und Flugzeuge konnte man so abschaffen und extrem kosten sparen. Die Zahl die er dabei in Betracht zog nannte er nicht, aber er bezifferte die Kosten für die Schweizer Armee auf ca. 7 Mia Schweizer Franken. Gemäss Wikipedia sind es aber ‘lediglich’ 3,8 Mia Schweizer Franken und macht auf die Ausgaben der Schweiz einen Prozentsatz von 7,4% aus.Also eigentlich nicht gerade viel.

Und jetzt komme ich wieder zu meinem leidigen Thema: Keine Verteidigung ohne Vorbereitung.

Auch wenn einige sagen mögen ohne die Armee könnten wir besser leben, oder die Armee sei scheisse. Diesen Gedanken möchte ich mich nicht verwehren. Aber gebe in den Gesprächen mit meinen Kameraden und Kollegen die nicht immer der selben Ansicht sind wie ich, dass wir ohne die Armee einfach immer noch schlechter dastehen würden, obwohl mir das auch nicht immer nützt. Es sind zu viele gegen die Armee, und zu wenige sehen einen Nutzen darin.

Damit möchte ich nicht sagen das die Armee nur gutes tut. Aber ein Punkt ist einfach, zu viele sehen das schlechte zu schlecht. Und ohne Disziplin funktioniert einfach nichts, kann sagen wer will, aber die eigenen Erfahrungen machen es aus, so ein Bild kann nicht getrübt werden.

So, und jetzt habe ich wieder einmal über ein Thema geschrieben was mich interessiert und andere nicht. Ich weiss, leidig, und ich weiss auch wie kontrovers die ganze Angelegenheit ist. Aber man sollte sich die Sache immer genau zu Augen führen wenn pro oder contra stimmt.

04.06.10

Ein ganz besonderer Tag in meinem Leben.

Wie sagte der Oberst im Generalstab Roos so schön:

Heiraten und Offizier werden tut man nur einmal im Leben. Das mit dem Heiraten wissen wir ja jetzt das dem nicht so ist. ;)

Das zweite war aber am Freitag 04.06.10 für mich der Fall. Nachdem wir uns schon am Donnerstag in Thun eingefunden haben (übrigens eine schöne Kaserne) und am Nachmittag den gesamten Ablauf der Brevetierung einübten und uns danach noch einmal Offiziersgesellschaften der Schweiz vorgestellt wurden, gingen wir am Abend noch einmal richtig feiern bevor der lang ersehnte Tag anrückte.

Am Morgen des Freitags dann Tagwache (selbst gewählt) um 0545 um uns bereit zu machen für ein Morgenessen mit der Klasse 3 der Pz/Art OS 22-2 (sprich die Artilleristen). Es war sehr witzig, weil von den Artilleristen fast genau so wenige in der Klasse waren wie bei uns, nämlich genau 7. ;) Nach dem Morgenessen erhielten wir unseren neuen Grad, unseren Offiziersdolch und schon gings weiter. Um 0830 war Treffpunkt auf dem AV Platz vor der Dufourkaserne in Thun. Alles Gepäck hatten wir dabei und mit dem Car gings einmal mehr nach Spiez. Dort wurden uns noch einmal ein paar Dinge erklärt (z.B. das die Musik etwas mehr Platz beansprucht als vorgesehen – was vorhersehbar war… ;) bevor wir noch ein Foto mit unseren Klassenlehrern machten und uns danach für den Treffpunkt um 0945 vor dem Gemeindezentrum in Spiez bereithielten. Unsere Kameraden von der Infra durften sich noch mit Ihrem Brigadie (eingeteilt sind sie in der Log Br 1) treffen. Um 0950 waren dann alle 52 Offiziersaspiranten der Pz/Art OS 22-2 und der Infra/HQ OS 35-2 hinter dem Vorhang der Bühen im Gemeindezentrum in Spiez versammelt.

Um 1000 gings dann punktgenau los (wir sind ja schliesslich im Militär) und die ersten Aspiranten liefen in den Saal ein. Ein wirklich genialer Moment, da alle Gäste sitzend zu sehen und selbst über die Bühne marschieren zu können. Die Brevetierung selbst ging sehr schnell über die Bühne. Innerhalb von einer halben Stunde waren alle 52 Aspiranten zu Leutnants der Schweizer Armee befördert worden. Danach gab es noch eine Ansprache vom Kommandant Lehrverband Pz/Art – Brigadier J.P. Leuenberger, bevor der Armeeseelsorger des Lehrverbandes seine Worte an uns richtete. Nach diesen Worten durften wir unseren letzten Beitrag dieser Feier machen, alle Aspiranten zwängten sich mit der Musik auf die Bühne und drei von uns (einmal deutsch, einmal französisch und einmal italienisch) richteten sich ans Publikum und luden diese zum anschliessenden Apero ein. Danach durften alle Aspiranten den Saal begleitet von einem entsprechenden Applaus verlassen. Ein wahrlich schöner Moment… ;)

Bis am Abend dann verbrachten wir (meine Begleitung und ich) die Zeit mit anreisen nach Montreux, dem Zimmerbezug, etwas trinken mit zwei Kameraden von der Art und einer weiteren Begleitung. Wirklich schönes Wetter begleitete uns dabei in Montreux. ;)

Um 1830 ging dann der Offiziersball im Hotel Fairmont le Montreux Palace in Montreux los. Die Organisation lies fast keine Freiheiten, fast der gesamte Abend war voll geplant. ;) Ein Dank dafür an unsere Kameraden der Pz/Art OS 22-2 die das ganze organisiert haben. ;)

Ein wirklich gelungener Tag ging mit dem Besuch einer Disco mit den Kameraden zu Ende und um 0400 lag ich dann auch schon wieder im bequemen Bett im Hotel… ;)

Woche 38/52 – Woche 7

Bereits haben wir einen drittel hinter uns, und die Kaderschüler sind in die Kaserne 1 eingezogen beziehungsweise umgezogen… ;)

Die Woche bot ein paar Highlights. So zum Beispiel der Montag an dem der ganze (zumindest fast) Zug im 300m Schiessstand war. Im gesamten haben wir knapp 2700 Schuss von den bestellten 3000 verschossen. Das Ergebnis am Dienstag war dann umso besser. 3 Personen von meinem Zug haben die Auszeichnung im Schiessen geholt. Gerade einmal zwei leider nur im Sport. Immerhin… ;)

Ach so ja, und da war am Dienstag dann auch noch die Inspektion. Ganz gut gelaufen, aber wie erwartet war mein Zug nicht ganz der beste, sie haben sich aber alle Mühe gegeben. ;) Definitiv werden wir uns in den nächsten Wochen noch verbessern in denen die AGA weitergeht. ;) Am Montag gehts ja schon wieder weiter mit KD-Box schiessen den ganzen Tag, dass wird ein Spass… :D

Der Mittwoch und Donnerstag war dem Abschluss der Fahrausbildung gewidmet. Um es ganz einfach zu sagen: Am Mittwoch sind wir nach Bière gefahren haben dort fahren mit Schutzmaske gemacht und danach das Geländefahren. Nach dem zurückfahren den TPD an zwei Fahrzeugen und danach wieder nach Dailly verschieben. Wir waren schon etwas spät dran für den Ausgang, aber es hat am Schluss doch noch locker gereicht mit der Kompanie zu gehen weil diese einfach etwas zu langsam für das Tempo meiner Fahrer waren… ;) (Und weil der Feldi etwas lange mit der Zimmerkontrolle hatte.)

Donnerstag Tarnen im Gelände mit etwas grillen aus dem Lunch den wir erhalten haben (für einmal war der Servelat wirklich zu essen… ;) ) und danach Ladungssicherung in Aigle, Abschluss der arbeiten und aufräumen des Theoriesaal un des Essraums. Einwandfrei, und danach der entwurf eines Zugslogos, mal schauen wie gut wir das hinbringen… ;)

Gestern morgen haben wir unsere das erste mal über eine kleine Drillpiste geschickt. Einer hat es dann geschafft (waffenlos – mit einem Holz so gross wie eine Panzerfaust) den Tunnel mit dem Tarnnetz abzuräumen. Auch egal. Sie hatten glaub ich einen guten Morgen… ;) Leider konnte ich nicht immer dabei sein… ;) Und dann gaben wir wieder einmal richtig gas, um dann dumm herumzustehen und zu warten. Manchmal sind nicht alle gleich gut wie wir. ;)

So, und jetzt ist verlängertes Wochenende, zum Glück… ;)

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Woche 37/52 – Woche 6

Die erste Woche in der wir nur AGA Stoff ausgebildet haben, und wir sind erstaundlich weit gekommen… ;)

Am Montag wieder der ganze Tag San 2 – einige durften noch die Fahrprüfung mit dem Anhänger machen.
Der Dienstag gehörte wiederum der Kompanie, und diesesmal waren wir schon um 0600 im Instruktionsrapport. Die Zeit gab es uns vor, und leider schafften wir es nicht an den Appel. Egal. Mein Zug befand sich darauf entweder im praktischen Teil für die Sportauszeichnung oder aber im RIGA-Saal um verschiedene Programme dort zu erledigen. Einige Fahraufträge mussten auch erledigt werden, so wurde es denn ganzen Tag lang nicht langweilig.

Am Mittwoch war es dann soweit, dass wir eigentlich den ganzen Tag, den ganzen Zug zur Ausbildung hatten. Eigentlich. Theoretisch. Praktisch gesehen nicht möglich da drei bereits einen Fahrauftrag in die etwas weiter entfernte Region unserer Heimat in Dailly machen mussten. Also am Mittwoch fröhlich mit der Ausbildung in Stgw weitergefahren, bevor wir dann am Abend in den Ausgang durften. Oder mussten. Eigentlich wollte ich lieber oben bleiben, aber für einmal machte mir die ganze Organisation einen Strich durch die Rechnung. Man spricht auch von K-C… ;) Der Ausgang verlief an und für sich gut. Keine nenneswerte Probleme mit unseren Rekruten, alles verlief ruhig. Gute Erziehung sag ich da nur… ;)

Am Donnerstagmorgen durften meine Jungs dann zum ersten mal schiessen. Ein komisches Gefühl für mich, der eigentlich noch nie ein schiessen so geleitet hatte. Aber es ging alles gut, und so schwierig ist es auch nicht… ;) Der Nachmittag war dann geprägt von ABC Ausbildung, sowohl theoretisch wie auch praktisch.

Freitagmorgen, fast geschafft. Jetzt noch einmal San, diesesmal Block 3 der gesamten 5 Blöcke. Und noch einmal ABC Ausbildung am Nachmittag. Ich hoffte meine Jungs seien jetzt gut vorbereitet auf die theoretische Prüfung für das Kameradehilfe Abzeichen. Mal schauen was der Test am Montag dazu sagt. ;)

Jaja… Und jetzt ist die Woche schon wieder um. Kann mir mal jemand sagen wieso so schnell? Hätte nie gedacht das uns schon bald die zukünftigen Kader verlassen… :(

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Woche 36/52 – Woche 5

Wenn man es beim Namen nenne will sollte man sagen: Eine katastrophale Woche.

Aber eigentlich bin ich ja nicht so der Mensch der schnell ins negative geht, darum ganz von vorne.

Montag: Noch einmal Ausbildungen auf dem Parkplatz in Aigle, das den ganzen morgen. Das Mittagessen gabs auf dem Feld (zum Glück noch irgendwie) und am Nachmittag gings mit den ganzen Fahrzeugen (eigentlich nur 11) auf nach Dailly, unserem Heimatberg. Einer hatte vor der Abfahrt noch gefragt:

Wie viel Schaden ist beim ersten mal hochfahren normal?

Keine logischerweise oder? *schlag* ;)

Hat dann aber auch wunderbar geklappt und wir sind wieder heil runter gekommen. ;)

Am Dienstag war dann die Fahrzeugrückgabe in Grolley. Man was die da an Fahrzeugen rumstehen haben… ;) Wir hatten uns schon für einen Eagle entschieden. Leider konnten wir denn dann aber nicht mitnehmen. :(

Ab dem Mittwoch war dann die Hölle los: Ausbildung in Dailly und gleichzeitig Prüfung in Aigle. Geiles Programm.

Wir haben es aber trotzdem geschafft das bis auf einer (der notfallmässig wegen seiner Hände, die er in Bière aufgeschürft hatte, ins KA musste) alle die Ausbildung ab dem Donnerstag machen konnten.

Irgendwie schaffen wir es auch ohne Gruppenführer der wirklich französisch kann. Denn: Letzte Woche lag der nämlich wegen Grippe zwei Tage auf dem KA und konnte am Freitagmittag wieder raus. Und jetzt, ihr dürft raten: Ja er ist Parkchef und somit eigentlich nicht mehr mir zugeteilt sondern dem Kommandozug. Schöne Woche.

Ich freue mich jetzt schon auf die Ausbildung in ABC, wer kann den Romands klar erklären was sie machen sollen? Ich bestimmt nicht… ;) Okay, wir drücken ihnen einfach den Lektionenplan in die Hand und sie sollen sich die Infos aus dem Reglement holen, bei Fragen stehen wir dann zur verfügung, ungefähr in diese Richtung dürfte es gehen.

Sehr schade finde ich, aber irgendwie haben die da bei der Planung etwas versagt. Zudem ist mein Zug anscheinend auch nicht mehr mir zugeteilt sondern der Kompanie sprich -> Kommandozug. Juhu. Ich bin nur noch für die Ausbildung der Jungs zuständig. :(

Was diejenigen anbelangt die im Kaderzug sind, hat es ja noch härter eingeschlagen. Eigentlich wären diese, diese Woche im Kaderzug und machen die Ausbildung FGA mit, aber hat einer von denen schon je einmal einen ABC Schutzanzug angehabt? Nein. Leider nicht. Ich muss glaub ich am Dienstag noch etwas mit dem verantwortlichen AGA Ausbildung sprechen.

So, jetzt ist fertig gelästert, denn es ist gut gelaufen. Besser als ich gedacht hatte. Von 22 haben bis jetzt 21 die Prüfung solo mit dem Duro bestanden, und davon bereits 16 die Prüfung mit dem Anhänger. Die Jungs habens eben drauf. ;)

VT-Zug — Hardcore

So lautet es neu wenn wir Liegen drücken… :D

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Woche 35/52 – Woche 4

Die gekürzte Nr. 2, zwar noch nicht die kürzeste Woche, aber doch besser als gar nichts… ;)

Am Dienstag ging die Woche los, am morgen für mich mit die Rekruten etwas plagen und dann etwas ausruhen bis am Mittag. Am Nachmittag folgte der 15km Marsch bei schönstem Wetter, wirklich genial war die Strecke und gut der Einsatz auch wenn die Rekruten nicht so motiviert für den Marsch waren.

Mittwoch war dann aber die grösste Katastrophe aller Zeiten, am morgen zu spät gemeldet, danach ging es denn Rekruten nicht mehr gut. Verfahren auf einfachen Strecken über einen Unfall mit einem Sprinter der nicht nachzuvollziehen war und am Abend beim Nachtfahren dann gleich noch ein Unfall mit einem Duro. Das konnte wohl nicht wahr sein oder? Okay, wir haben dem entsprechend Massnahmen ergriffen und den Mittwochnachmittag etwas anders gestaltet als geplant. So gab es denn auch eine ausgiebig und sauber kontrollierte Parkordnung, danach Zimmer einräumen und zu guter letzt noch ein kleines spezial für die Fahrer: Man ziehe zwei Puch in zwei Gruppen über eine nicht ganz einfache Strecke von ca. 2 Kilometer. ;)

Der Donnerstag war der Ausbildung ADR / SDR sowie Fahrsicherheit den Deutschschweizer sowie Manövrieren mit Anhänger für die Romands gewidmet. Am Abend dann erneut eine kleine Runde Manövrieren mit Anhänger für den ganzen Zug bevor Sie dann ins Bett durften.

Freitags ist es immer am schönsten, da kann man so lange schlafen. Denkste, nicht bei uns. Morgens um 0515 gings für den Zug raus an die frische Luft. Morgensport war angesagt wobei sich einer ein paar kleinere Schürfungen zuzog. Danach duschen für den ganzen Zug und Morgenessen. Morgens Manövrieren mit Anhänger für die Deutschschweizer exklusive 4 Personen die die Unterkunft reinigen durften. Die Romands machten in dieser Zeit den Fahrsicherheitskurs. Um die Mittagszeit gabs die Befehlsausgabe für die Verschiebung über Romont nach Aigle, in Romont lieferten wir noch den defekten Duro ab und fuhren dann weiter nach Aigle, auf dem schnellsten Weg versteht sich, denn das Programm war gedrängt. Vor dem Nachtessen wollte noch die WPD gemacht werden und die Parkordnung sauber erstellt sein, was etwas mehr Zeit beanspruchte als geplant.

Nach dem Nachtessen stand die gröbste Übung der gesamten Woche auf dem Programm. Der gesamte Fahrerzug durfte die Kaserne wechseln was etwas über 4 Stunden dauerte. Um 2400 waren auch sie für das Bett bereit.

Irgendwie hab ich das Gefühl, manchmal sagt man einfach zu schnell: Ja die Fahrer, die haben es sowieso leicht, denn machen wir das nicht so an, etc. Aber ich sage: So kann es einfach nicht sein, denn der Job als Fahrer C1 in der Schweizer Armee ist härter als man denkt. Und als Of der einen solchen Zug ohne Ausbildung auf diesem Gebiet führen darf sowieso noch mehr, vor allem wenn die Fahrzeuge die extern für den Transport für die Kompanie bestellt wurden nicht kommen, weil man davon schlicht nichts weiss.

So, jetzt ist genug für heute, hab noch anderes vor… ;)

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Woche 34/52 – Woche 3

Und wieder ist eine Woche geschafft.

Viel zu berichten gibt es nicht, am Montag kollektive Fahrschule für alle, am Dienstag Kompanietag mit Theorien bis es zu den Köpfen raus raucht. Am Mittwochmorgen Theorien über diverse Dinge für Fahrer und am Nachmittag noch einmal kollektive Fahrschule.

Am heftigsten war da schon der Donnerstag: Packung erstellen, nach Aigle fahren, einführung Manövrieren und danach wieder nach Villeneuve zurück. Dort durften sich die Rekruten im Manövrieren üben, während wir Ihnen dabei zuschauten und verbesserungen anbrachten. Danach wieder nach Aigle, dort WPD und alles Material mitnehmen. Verschiebung nach Dailly mit einem kleinen 1. Aprilscherz… ;)

Oben angekommen der blanke Horror. Alles ging drunter und drüber. Ich hatte gerade noch Zeit mein Material ins Zimmer zu verräumen mich umzuziehen, Dinge in die F-Tasche zu werfen die gewaschen werden wollten und dann schon wieder aus der Kaserne raus. Danach die Zimmerordnung bei meinem Zug kontrolliert. Wirklich in Ordnung, nur die Betten sind noch ein kleiner negativer Faktor. Dann alle bereitstehen und warten. In der Zeit bin ich beim Fourier der Kaderschule vorbeigegangen. Ich wollte ja auch noch mein Geld oder? ;) (Ja die OS ist noch der Kaderschule unterstellt, administrativ zumindest… ;) )

Danach durften wir ca. 1,5 Stunden warten bis es zum Appell ging. Einige schaffen es immer noch nicht rechtzeitig, aber das sind andere Themen die nicht hier hin gehören. Wir schafften es dann auch knapp auf den Zug in St-Maurice, wobei ich mich schnell in den Coop verdrückte und dort das nötige für die 4 stündige Heimfahrt einkaufte… ;)

Zum Glück sind jetzt Ostern. Ein wenig erholung tut gut… ;)

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Woche 33/52 – Woche 2

Eine wiederum äusserst spannende Woche.

Wo wir aufgehört haben, gings weiter. Die weitere Fahrausbildung stand an, die Prüfung für C1E, sowie viele andere Dinge. Am Dienstag ein weiterer Block Theorie und Sport für die Rekruten, ein Tag wo ich mich mal wieder zurücklehnen konnte. ;) Es wurde alles organisiert, die Verschiebungen waren von Gruppenführern geleitet, alles tip top. :D

Am Mittwochmorgen gings für meine dann in der Fahrausbildung mit Theorie weiter, Kartenlesen stand auf dem Programm, am Nachmittag musste dann der ganze Zug irgendwie zwischenbeschäftigt werden. Und was gibt es da besseres als mal ein wenig mit den Sturmgewehrlektionen zu beginnen. Schliesslich müssen die das auch können bis am Schluss. ;) Nachher dann gepackt, und uns noch ein wenig sportlich betätigt weil die Rekruten zu überstellig waren. Hat gut getan, und sie haben auch noch was schönes gesehen. ;) Als wir dann beim Nachtessen vorbeischauten durfte ich feststellen das für den ganzen Zug nicht gekocht wurde. Dafür war ich derjenige der gleich am Siedpunkt gewesen wäre. Der Fourier hatte glaub ich schlicht und einfach nicht darauf geachtet das wir am Abend des Mittwochs noch in Dailly essen. Also spontanaktion: Wir mussten uns essen besorgen und es irgendwie anders lösen. Gesagt getan, schliesslich und endlich ist es dann doch noch aufgegangen. Der Adujtant hatte dann aber doch nicht so freude, als ich ihm die ganze Sache aber erklären und auch aufzeigen konnte, dass es geordnet abgelaufen ist beruhigte sich die Sache wieder.

Am Donnerstag dann die erste Ausbildung auf den Fahrzeugen, am Nachmittag im gleichen Stil weiter mit der WPD, wobei sie dafür zuerst ausführlich Zeit hatten, später dann nur noch wenig (30min für ein Fahrzeug zu zweit), auch das muss gekonnt sein. Theorie über Fahrzeugfassung und nachher: Ausgang. Wow, sie hatten es sich verdient, gearbeitet wie die Tiere die ganze Woche, und immer diszipliniert geblieben. Leider bietet Villeneuve nicht so ein reichhaltiges Angebot an Ausgangmöglichkeiten, aber wenigstens wissen wir das jetzt. ;)

Das ende der Woche war fast erreicht: Freitag. Fahrzeugfassung. Wir dachten, in Ordnung das Wetter dürfte ungefähr gleich bleiben wie Donnerstag, schön, teilweise bewölkt. Falsch gedacht. Es begann am morgen zu winden, und dann auch noch zu regnen. Zum Glück ordnete ich die entsprechenden Massnahmen an, und so konnten wir einigermassen trocken den morgen überstehen. Am Nachmittag die Fahrzeuge beschriften und die Parkordnung erstellen.

Als mir der Parkchef die Parkordnung auf einem Blatt Papier erklärt hat, sah die Sache viel enger aus. Aber in wirklichkeit hätten wir noch genügend Platz um eine Driftchallenge um die Fahrzeuge zu machen. ;) Als die Rekruten fertig waren kam ich aus dem staunen fast nicht mehr heraus: Die Parkordnung war perfekt erstellt worden, von Rekruten in der ersten Woche, die Fahrzeuge praktisch noch nie gefahren. ;) Das kann ja heiter werden. :D

Am Abend machten wir dann nochmal etwas formelle Ausbildung, und eine Zugsaussprache. Dabei kamen verschiedene Themen zur Sprache, nichts gravierendes, vor allem Informationen für die Rekruten. Ich will nicht das sich der Zug von uns Kadern irgendwie ‘verarscht’ fühlt oder ähnlich. Deshalb finde ich den Punkt mit Ihnen auch einmal auf einem anderen Niveau zu sprechen ganz wichtig. Matkontrolle und schlafen gehen. Das war der Freitag, zumindest fast. Irgendwann mitten in der Nacht erwachte ich weil es so hell wurde, dachte dann: Spinn ich jetzt oder was? Schon aufstehen, schaute auf die Uhr und drehte mich wieder weil es erst Mitternacht war. ;)

Heute morgen um 0500 Tagwache und 0600 Appell, abtreten und um 1100 in St.Gallen. Cool. :D Villeneuve hat halt auch seine guten Seiten. ;)

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