

Ich finde die Ideen und Argumente einiger Schweizer Parteien und Gruppierung ziemlich witzig in letzter Zeit.
Seit es um die Abschaffung der Wehrpflicht geht (die GSoA hatte sowas lanciert) herrscht in der Schweiz das Chaos pur.
Warum?
Die Argumente sind immer die gleichen:
- Wir könnten uns in einem Kriegsfall gar nicht verteidigen.
- Die Armee kostet uns Milliarden
Find ich in Ordnung, hab ich auch nix dagegen.
Aber: Wenn man umdenken würde, und das muss man definitiv, wäre es vielleicht nicht sinnvoller es auch einmal von der anderen Seite zu sehen? Immer wird nur negativ darüber gesprochen das wir uns nicht verteidigen könnten. Klar, wenn alle so negativ denken. (Wir sprechen jetzt nicht von Mensch oder Mittel, sondern von reiner Motivation) dann scheint diese doch schon recht tief zu stehen wenn sich Rekruten in einer Schlange anstellen um an der Unterschriftensammlung der GSoA mitzumachen für Abschaffung der Wehrpflicht.
Wer das Gefühl hat, eine freiwillige Milizarmee könnte unserem Land noch helfen, oder etwas dafür tun hat sich geschnitten. Freiwilliger Zivildienst in dem dann am Schluss doch nichts getan wird während andere (namentlich Armeeangehörige) in anderen Gebieten sich abrackern für die Schweiz finde ich genauso unsinnig. (Entschuldigt bitte wenn ich keinen Verweis geben kann, ich hab gerade nicht im Kopf wo ich diesen Artikel gefunden habe.)
Klar war auch ich einmal angepisst als ich in die RS musste. Aber ich hab das beste daraus gemacht, und dabei sogar noch etwas gelernt. Wer weiteres darüber erfahren will soll sich doch bei mir melden oder ein wenig in meinem Blog stöbern.
Und klar war auch ich immer wieder von Situationen angepisst die ich gar nicht gebrauchen konnte. Beispielsweise mitten in der Nacht geweckt zu werden um irgendwelche sinn freie Übungen zu absolvieren, aber es hat am Schluss doch Spass gemacht. Und darum mache ich es auch gerne.
Ich weiss ja nicht inwiefern und wie weit ich mich zum Fenster hinauslehne wenn ich sage das wenige die bei der GSoA Mitglied sind einmal in der Armee waren und wirklich etwas für unser Land getan haben. Wie man sieht: Einige Worte sind schnell niedergeschrieben und auch gesagt, aber das etwas getan werden muss und dies auch gemacht wird, dafür braucht es Jahre und sehr viel Energie. Und schliesslich und endlich kommt man dann trotzdem wieder vom Thema ab, genau so wie ich jetzt auch.
Zurück zum eigentlich Thema: Nämlich Kampfflieger und die Abschaffung der Wehrpflicht.
Unter den tollen Statements beim Thema Nein zu neuen Kampfjets habe ich eine Aussage ganz gut gefunden, nämlich diese vom Präsidenten und Nationalrat der Grünen Schweiz, dem Herrn Ueli Leuenberger der sagte:
Es ist Zeit in den Frieden zu investieren.
Intressant, gibt es doch das lateinische Sprichwort:
Si vis pacem, para bellum.
Was nichts anderes bedeutet als:
Wenn du Frieden willst, bereite dich zum Krieg.
Und damit ich nochmal etwas zitieren kann (ja ich weiss ich zitiere gerne…
) folgender Satz von Tom Cassee, Sekretär der GSoA:
Es ist keine Bedrohungslage denkbar, die eine weitere Aufrüstung der Schweizer Luftwaffe rechtfertigt. Verhindern wir den Kauf neuer Kampfjets!
Nein, hier gibt es kein lateinische Sprichwort darauf, aber eine gute Antwort und Frage zugleich.
Wer sprach den von einer Aufrüstung? Die Tiger sind völlig überaltert und müssen zu viel gewartet werden, was ebenfalls viel Geld kostet. Also besser die Luftwaffe wieder flott machen und neue Kampfflieger kaufen. (Auch wenn wir seit gestern wissen das dies ja nicht vor 2015 kommen wird.
) Und wenn wir noch etwas zum Thema Sicherheit dazu beitragen dürfen? Wie sicher ist die Schweiz ohne Kampfjets? Wer überwacht den Luftraum für uns wenn wir keine eigenen Kampfjets mehr haben?
So, und jetzt seid ihr an der Reihe was haltet ihr von der Initiative? Völliger Schwachsinn oder doch das beste was der Schweiz je passieren konnte?
Wie steht ihr zum Thema Kampfjets? Eure Meinung intressiert mich, kommentieren und Trackbacks sind erwünscht, die Diskussion ist eröffnet.
Ach so ja, und nur noch was am Rande, wenn man schon einmal einen Blog betreibt bei der GSoA, wäre es vielleicht auch sinnvoll Kommentare zuzulassen damit man auch was dazu schreiben kann. Ein Kontaktformular auszufüllen ist irgendwie umständlicher und erreicht sicher nicht die richtigen.
Und noch einmal eine Anmerkung: Der Link zum Blog 2lounge wo ich dieses Thema aufgegriffen hab.